Was wissen deine Kunden über dich?

Wir begehen oft den Kardinalsfehler, zu denken, dass unsere Kunden schon alles über uns wissen. Insbesondere dann, wenn wir nicht nur in einer Nische arbeiten, sondern verschiedene Leistungen anbieten.

Bei mir zum Beispiel ist mein Kernbereich Marketing. Doch von manchen Kunden werde ich Website-Betreuerin genannt, für andere bin ich die Branding Expertin und wieder andere sehen mich als Illustratorin. Je nachdem mit welchem Thema sie mal zu mir gekommen.

Wo ist jetzt das Problem?

Das Problem ist, das es passieren kann, dass deine Kunden zum Wettbewerb gehen, weil sie einfach nur nicht wissen, dass du ihr Problem auch lösen könntest. Sprich der Umsatz geht ebenfalls woanders hin. 

Wie schaut das bei dir aus? Wie ist deine Website aufgebaut und wie präsentierst du dich und deine Angebote in den sozialen Netzen? Für uns selber ist es zwar manchmal ganz logisch, dass wir eine spezielle Leistung auch anbieten, doch wenn wir das nach außen nicht zeigen, dann nimmt es eben keiner wahr. Das ist nicht nur schlecht für die Bestandskunden, sondern auch für neue Kundenakquise.

Was also kannst du jetzt tun?

1. Wirf einen Blick auf deine Website.

  • Wie ist deine Seite aufgebaut?
  • Erkenne ich sofort um was es bei dir geht, wenn ich deine Seite das erste Mal aufrufe?
  • Was passiert im oberen Bereich deiner Seite? 

Ein kleiner Tipp am Rande: 

Viele nutzen den Slider oben und zeigen in den durchlaufenden Slides ihre Leistungen. Soweit so gut. Leider sind die Nutzer sehr ungeduldig. Und so konnte auch in Studien nachgewiesen werden, dass der erste Slide noch wahrgenommen wird, aber alle anderen werden gar nicht mehr betrachtet. Wenn du also dort deine Angebotsvielfalt präsentiert hast, dann werden deine Kunden das garnicht sehen.

Wichtig ist außerdem, dass dein Menü gut strukturiert ist, und dass du auf der Startseite rüber bringst was alles zu deinem Angebot dazu gehört – auch wenn es vielfältig ist. 

Aber Achtung: Wenn du eine Nische besetzt hast, dann fokussiere auf die Nische! Dann ist deine Startseite nicht unbedingt der beste Platz um deine weiteren Angebote zu präsentieren. Schließlich möchtest du einen ganz klaren Call to Action setzen, der dein Kernprodukt verkauft. In dem Fall ist Variante 2 für dich eine bessere Variante um deine Angebote darzustellen.

2. Zeig dich und deine Firma in Social Media!

Social Media. Da geht es ja um sozial sein, um Kommunikation und um das ein oder andere Mittagessen. Oder so ähnlich. Nein, ganz so ist das natürlich nicht. Du möchtest ja auch deine Firma hier vorstellen. Und eben deinen Kunden zeigen was du alles kannst. 

Wer das erste Mal etwas sehr produktbezogenes auf der eigenen Facebook Firmenseite postet, der stellt schnell fest, das keine bis wenig Reaktionen darauf kommen. Dann wird schnell dazu übergegangen, etwas lustigere oder schönere Inhalte (= leicht zu konsumieren, ohne Erklär-Bedarf) zu posten. Katzenbilder, das Frühstück,… usw. 

Hat das jetzt etwas mit Business zu tun? Nicht direkt. Unterm Strich ist es wichtig, dass man seine Inhalte gut mischt. Wir sollten nur bedenken, dass die Nutzung von Social Media für das Geschäft am Ende auch Kunden bringen soll. Und ein Like oder auch viele Likes, sind leider noch lang keine Kunden. Bei all dem „einfachen“ Content ist es also wichtig, das trotzdem noch erkennbar ist, wofür wir und unsere Firma stehen und was wir konkret verkaufen.

Und deine Business Postings kannst du charmant verpacken. Ansprechende Texte und ansprechendes Design erhöhen auch hier die Chance auf die Aufmerksamkeit deiner Leser. Die vielen Likes bei den Katzenbildern streicheln vielleicht dein Ego, doch bedenke, dass sie noch lange nicht dein Katzenfutter zahlen. 😉

3. Was schreibst du in deinem Newsletter?

Beim Newsletter geht es in erster Linie darum deinen Kunden „Neues“ mitzuteilen. Doch gleichzeitig kannst du viel mehr Infos über deine weiteren Angebote unterbringen. Sinnvoll ist im ersten Teil des Newsletters auf wirklich aktuelle Termine oder Informationen einzugehen und dann eher im mittleren oder unterem Bereich auf deine zusätzlichen Leistungen.

Ganz allgemein.

Die allerwichtigste Marketingstrategie ist – fast immer – das wirkliche Reindenken in den Kunden. Also stell dir ruhig öfter die Frage: Weiß mein Kunde das auch? Und: Wie kann ich meinen Kunden noch besser über mich und meine Fähigkeiten informieren?

Viel Spaß beim Umsetzen!

Über den Autor

Daniela Breyer

Konzeptkreativistin & Denkerin / Grafikdesignerin / Wissensfetischistin / seit 2007 Inhaberin von Red Tiger Design

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